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Qal at al-Bahrain - Manama

Qal at al-Bahrain ManamaDas Königreich Bahrain liegt als 33-Insel-Kombinat im Persischen Golf vor der Küste Saudi Arabiens und circa 35 Kilometer Luftlinie von Katar entfernt. Mit den künstlichen Aufschüttungen für die Landwirtschaft und den Tourismus, wie beispielsweise die südöstliche Urbanisation Durrat al Bahrain (13 künstliche Inseln, der innere Kreis in Fisch-Form, außen in Hufeisen-Form), umfasst Bahrain derzeit schätzungsweise 760 km². Zwischen den Inseln verkehren meist traditionelle Daus (Segelschiffe). Der 26 Kilometer lange King Fahd-Causeway bildet die einzige Festlandanbindung mit Saudi-Arabien.

Das touristische Interesse an dieser arabischen Destination wächst, dank des großzügigen Umgangs mit Alkoholika, außer im Ramadan, und der gemäßigten Auslegung des Islams, rapide. Im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten findet hier ein recht lebendiges Nachtleben statt.

Bahrains Meeresstrände sind wunderschön. Richtiges Schwimmen ist zwar erst weiter draußen möglich, aber die spektakuläre Unterwasserwelt, inklusive Perlentauchen, ist ohnehin die Wassersport-Hauptattraktion. Außerdem versprechen diverse Wasserparks ein nasses Freizeitvergnügen. Die beliebtesten Strände sind der Al Jazair und Shaiks Beach. Der Strandklub des Al Bander Resorts in Sitra ist das „Must-to-stay“. Nobel und anspruchsvoll sind auch Bahrains Golfplätze.

Bevor das „schwarze Gold“ (Ölförderung) für Wohlstand sorgte, waren es die wertvollen Perlen, die dem Land Reichtum bescherten. Dieser, Süßwasserquellen (ungewöhnlich für die Golfregion) und die ideale Lage für die Handelsschifffahrt lockten Eroberer aus vielen Ländern ebenso an wie Seeräuber und heutige Kreuzfahrtschiffe.

Königreich Bahrain Manama © Orhan Çam - Fotolia.comDie Hauptstadt Manama (ca. 170.000 Einwohner) legt dem Ankömmling direkt bei Ankunft auf dem Bahrain International Airport (Muharraq) ihre zwei „Seelen“ zu Füssen.
Die eine steht für die Zukunft, die Welt von übermorgen mit gläsernen High-End-Architektur-Wunderbauten („Diplomatic Area“), ausgefallenem Design (World Trade Center-Türme), Bankentempeln (Finanzzentrum) und Luxus-Hotellerie auf höchstem Niveau, in denen vieles das glänzt auch pures Gold ist. Auch die modernen, voll klimatisierten Shopping-Malls glänzen schick. Der Megakomplex „The Bahrain Mall“, das „Seef“, das sehr schicke „Al Ali“, das Designer-Haus „Seventh Heaven“ und das „Bahrein City Centre“ sind nicht nur bei Besuchern aus den Nachbarländern sehr beliebt. Die Infrastruktur von Manama ist optimal. Rechtwinklig verlaufende Stadtautobahnen umgehen das Zentrum und führen ins Umland. Die andere „Seele“ pflegt das immense historisch-kulturelle Erbe und die traditionelle Lebensweise. Mit dem Passieren des Bab Al-Bahrain (Stadttor) verlässt der Besucher die Prachtstraßen und schlendert durch die engen Altstadtgassen des historischen Viertels „Awadiya“. Hier gibt es auch nachts gute Ausgehmöglichkeiten. Auffällig sind die historischen Altstadthäuser mit den raffinierten „Windtürmen“ (antikes Belüftungssystem), den reizvoll verzierten Holztüren, das Perlenhändler-Haus Bait Siyadi, Al Jasra, das ehemalige Domizil des Emirs. Der Souk (Markt) von Manama hat sich trotz vieler neuer Gebäude und neumodischer Läden (Copy-Shops, Billigklamotten und -Küchenutensilien) das typisch arabische Flair erhalten. Den für einen Basar unabdingbaren Duft nach exotischen Gewürzen, die flinken Gesten der mitunter langwierigen Handelsgeschäfte, speziell im Goldsouk-Bereich, bei den Perlen und Teppichen, entzücken jeden Mitteleuropäer.

Qal at al - Bahrains prähistorisches UNESCO-Weltkulturerbe

Qal at al-Bahrain Unesco© Valery Shanin - Fotolia.comDie Wurzeln Bahrains liegen in der Bronzezeit, ihre Zeugnisse an der nordwestlichen Küste, etwa 5,5 km von Manama, bei Al Qalah. Hier stand einst die Hauptstadt des Dilmun-Reiches: Qal at al-Bahrain. Das Terrain erstreckte sich über A’ali (Königsgräber, 24 Meter hoch, 40 Meter im Durchmesser), Budaiya (Perlenfischerort), Barbar bis al-Hajar. Die über 170.000 prähistorischen Grabhügel von Qal at al-Bahrain (Saar) bilden die größte Nekropole der Welt und zeugen von der über 5.000 Jahre zurückliegenden Zivilisation der Insel.
2005 fand die UNESCO den Bereich Qal at al-Bahrain mit den Gräbern, den Gebäuderuinen, dem alten Meer-Turm, dem Zugang zum Meer-Kanal und das auf einem Hügel thronende Fort Qal at al-Bahrain, auch portugiesisches Fort genannt, da die Portugiesen im 16. Jahrhundert die Festung nutzten, ernennungswürdig. Das monumentale Fort ist, wie fast alles in Bahrain, kostenlos zu besichtigen. Die Ausgrabungen, bis auf den Barbar Tempel, nur mit Sondergenehmigungen.
Weitere bauliche, kulturelle und natürliche Sehenswürdigkeiten sind die Moscheen Juma, al Khamis (7. Jahrhundert), das luxuriöse, moderne Fateh-Islam-Zentrum mit der größten Moschee, der Sakhir Palast, die Formel-1-Rennstrecke. Die Ausstellungen der Museen, insbesondere des National-Museums. Weiterhin führen Touren ins Wüsten-Outback, zum al-ʿArin (Areen) Wild Life Park/Reservat, zum isolierten, riesigen Schadscharat al-Haya (Baum des Lebens), zum Jebel Dukhan (122 Meter), dem "Berg des Rauchs". Die königliche Kamelfarm in Janabyia dürfen (nur) westliche Touristen besuchen.