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Koh Tao Island

Koh Tao Island - Foto © by Volkmar Neumann, Hagen Westf.Koh Tao ist eine kleine Insel im Süden Thailands und liegt im sogenannten Golf von Thailand, etwa 40 km nördlich der etwas bekannteren und größeren Inseln Ko Pha Ngan und Ko Samui. Sie hat nur eine Fläche von etwa 20 km2, besitzt sehr schöne weiße Sandstrände und ein kleines Wäldchen, welches sich bis auf eine Höhe von 379 m erstreckt. Am schnellsten und einfachsten erreicht man Ko Tao von dem etwa 70 km entfernten Ort Chumphon aus mit einem Schnellboot.

Auf der Insel lebten ursprünglich nur wenige hundert Einheimische, die ihren Lebensunterhalt überwiegend aus dem Verkauf von Kokosnüssen und dem Fischfang finanzierten. Diese Art des Wirtschaftens bezeichnet man als Subsistenzwirtschaft, denn es wird nur jeweils so viel geerntet oder gefischt, wie die Familie zum Lebensunterhalt benötigt. Von dem Erlös ihrer Produkte kauften oder tauschten die Familien andere Lebensmittel ein, die sie nicht selber herstellen konnten, aber zum Leben benötigten wie beispielsweise Reis.

Man sagt, dass dieses harte Leben auch den Charakter der Bevölkerung geprägt hat. Davon merkt der Tourist allerdings heutzutage nicht mehr so viel. In den späten 90er Jahren, als die Nachbarinseln zusehends durch den Pauschaltourismus bevölkert wurden, wichen zunächst die Rucksackreisenden nach Ko Tao aus, was damals als Geheimtipp galt. Die Gewässer um Ko Tao sind sehr interessant für Schnorchelfreunde und Taucher. So dauerte es nicht sehr lange, bis sich dort an den Stränden die ersten Tauchbasen niederließen. Teilweise wurden diese von westlichen Ausländern betrieben. Die Besitzer müssen jedoch immer Thailänder sein, so schreibt es das Gesetz vor. Auf diese Weise entstanden dort viele kleine sogenannte Joint Ventures.

Nach und nach entstanden um die Tauchbasen herum Bungalowanlagen und Restaurants. Einheimische Fischer hatten ein lukratives Geschäft gewittert und ihren Besitz an touristische Unternehmen verkauft. Manch einer hat dabei vielleicht ein gutes Geschäft gemacht, wenn er sein Grundstück gut verkaufen konnte und sich mit dem Geld eine neue Existenz aufgebaut hat. Häufig jedoch verlieren die Fischer mit dem Verkauf ihres Grundstücks auch ihre ehemalige Existenzgrundlage. Werden die Gelderlöse nur für kurzlebige Konsumgüter wie Motorräder oder Fernsehanlagen ausgegeben, kann das Vermögen schnell aufgebraucht sein.

Viele der ursprünglichen Bewohner arbeiten heute im Tourismus mit mehr oder weniger guten Einnahmen. Einige helfen in den Tauchstationen oder den Bungalowanlagen aus, andere betreiben eigene kleine Restaurants, Bars oder Supermärkte. Mit Zunahme der Touristen sind immer mehr Shops, Bars, Fahrrad- Moped- und Kanuverleihe sowie Internetcafes und Reisebüros entstanden, und längst lebt dort nicht mehr nur die ursprüngliche Bevölkerung.

Übrigens

Koh Tao Island - Foto © by Volkmar Neumann, Hagen Westf.Die Bevölkerung ist um ein Vielfaches angewachsen, so dass die Umwelt zunehmend Schaden erleidet. Das Wäldchen mußte einer geteerten Straße weichen, die von unzähligen Häusern gesäumt wird. Wie auf vielen anderen thailändischen Inseln ist die Müll- und Abwasserentsorgung noch nicht zufriedenstellend gelöst. Und die vielen kleinen Boote, die Touristen von einer Badebucht in die andere transportieren, rasen unbekümmert über die Korallen, die sie damit leicht zerstören können. Langsam regt sich auch in Thailand ein ökologisches Bewußtsein, denn die Korallen sind die Hauptattraktivität der Insel und man möchte die neu geschaffene Einnahmequelle im Tourismus auch noch möglichst lange erhalten.